HCV Vortrag auf unserem Haus

vortrag_1.jpgBereits am 16. April stand in diesem Semester die erste inhaltliche Veranstaltung in unserem Programm. Der Senior lud einen Redner ein der im Rahmen einer mit ca. 50 Gästen gut besuchten HCV Veranstaltung einen Vortrag über den Verfall der deutschen Sprache hielt.Er lehrte uns, dass die Sprache die via regia zu Kultur ist und das die deutsche Sprache laut Edda Moser im Begriff sei „wie ein krankes Tier zu verenden“. Unser Redner hielt es zudem mit dem Schriftsteller Botho Strauß, der im November 2006 ausrief: „Wir müssen die deutsche Sprache schützen wie unsere Gewässer“ und erläuterte uns anhand zahlreicher Beispiele, wovor es unsere Sprache zu schützen gilt:

„Karsten konnte gestern nicht zur Schule kommen. Das Schwein wurde geschlachtet.“
„Zukunftsprognose“
„letzte Generalprobe“
„Dann werden die Zelte aufgebaut und gegrillt“
„Trainerkarussel rollt“
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Sorge bereite ihm der schlampige Umgang mit unserer Sprache durch diejenigen, die beruflich mit Sprache umgehen und ihre Produkte mit der Sprache ‚vermarkten‘, auf dem Markt anbieten wie z.B. Politiker, Werbeexperten und Wissenschaftler. Auch hier führte er ein Beispiel an: „Wir suchen eine qualifizierte Fachkraft für ein mittelständiges Unternehmen“.
Selbstgefälligkeit, Imponiergehabe und Lässigkeit seien die eigentlichen Ursachen des Sprachverfalls. Sie führten zu Blasendeutsch, Blähsprache, Kumpeldeutsch und Schrumpfgrammatik.
Im Ergebnis müsse man das Sterben mehrerer grammatischer Kategorien feststellen: Konjunktiv, Apposition, Kongruenzgebot, Deklinationsregeln mit den Kausengeboten, Syntaxregeln, Präpositionen mit den Bindungen der Fälle.