Vortrag – Philipp Rösler

„Sich nicht zu wichtig nehmen“ Bundesgesundheitsminister zu Gast in der Katholischen Hochschulgemeinde Hannover – ganz privat

Auf prominente Gäste setzt die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) Hannover bei ihren Foyer-Abenden. Zum Thema „Zwischen Anspannung und Entspannung – so wird meine Seele gesund“ war jetzt Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler zu Gast.

Etwas gehetzt geht der Leiter der KHG Hannover noch einmal den Ablaufplan des Abends durch. Um 19 Uhr soll Philipp Rösler eintreffen. „Eigentlich sollte Rösler schon im Wintersemester als niedersächsischer Wirtschaftsminister in die KHG kommen. Aber dann ist er ja plötzlich Gesundheitsminister geworden und da musste der Termin verschoben werden, Gott sei Dank nur verschoben und nicht ganz abgesagt werden“, erzählt der Leiter der KHG Hannover.

Doch nun ist es endlich so weit: Mit geringfügiger Verspätung erscheint Rösler im Foyer der KHG Hannover. Übrigens ohne jeglichen Begleitschutz. „Er wollte heute unbedingt als Privatmann mit uns sprechen, nicht als Minister“, erläutert der Leiter der KHG Hannover weiter.

Die Anspannung als Minister ist groß

Neugierig schaut Rösler ins Publikum. „Ich freue mich, dass ich heute hier sein darf“, begrüßt er die Wartenden. Der bekennende Katholik besuchte seinerzeit nicht nur regelmäßig die Hochschulgottesdienste, er wurde auch in der KHG Hannover getauft. In seinem kurzen Impulsreferat wird Rösler dann ganz persönlich: „Als Minister steht man unter ständiger Anspannung“, erzählt er. „Der Druck, der auf einem lastet, ist manchmal schon sehr groß.“ Und das wirke sich dann auch auf das Privatleben aus. Um an solchen Situationen nicht zu zerbrechen, versuche er sich auf seinen Glauben zu besinnen. „Der christliche Glauben lehrt uns in Demut zu leben. Wir sollten uns nicht zu wichtig nehmen. Das müssen auch Politiker immer wieder lernen“, betont er. Auch von der Öffentlichkeit müsse man sich von Zeit zu Zeit distanzieren. „Manchmal braucht es schon eine gewisse Portion Humor, damit man nicht alles ernst nimmt, was über einen geschrieben wird.“

Im Laufe des Abends hat das Publikum die Möglichkeit Fragen an den Minister und die Privatperson Philipp Rösler zu stellen. Geduldig beantwortet er alle an ihn gerichteten Fragen. Und da wird es dann doch ab und zu politisch. Was man gegen den Ärztemangel tun könne, fragt einer. Oder wie er zum Thema Stammzellenforschung stehe, fragt der Nächste.

Auch zur aktuellen Krise der katholischen Kirche nimmt er Stellung. „Ich bin schon enttäuscht“, sagt das Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Gleichzeitig betont er aber auch, dass der Wert von Kirche und Gemeinde stärker anerkannt werden müsste. „Der Glaube muss stärker gelebt werden in unserer Öffentlichkeit“, fordert er.

Familie bietet die notwendige Erholung
Am Ende muss sich Philipp Rösler etwas beeilen. „Der Mittwochabend ist eigentlich unser Familientag“, sagt der Vater von Zwillingen entschuldigend. Und für ihn gebe es nichts Wichtigeres als die Familie. „Zu Hause kann ich mich dann vom ganzen Stress in Berlin erholen und entspannen.“
Viele im Publikum freuen sich einmal so einen prominenten Gast live zu sehen und zu hören dürfen. „Man trifft ja nicht jeden Tag einen Bundesminister“, meint ein Mitglied des KHG-Rates. Begeistert zeigt sich auch eine Studierende der Leibniz Universität Hannover. „Mir hat der Abend sehr gut gefallen“, erzählt sie. „Die Mischung zwischen dem Politiker und Privatmann Philipp Rösler hat genau gestimmt.“
Dies kann ich auch nur bestätigen und muss sagen, dass der Vortrag vom Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler ein voller Erfolg war!